Sing zum Abschied...

Peter Kreuder schrieb einst in seinem Lied „Sag beim Abschied leise Servus, nicht Leb‘ wohl und nicht Adieu, diese Worte tun uns weh“. Wenn Richard Trares dieses Jahr den MGV Frohsinn Jockgrim als Chorleiter verlässt, um in seinen wohlverdienten Ruhestand zu gehen, wollen wir genau das: Wir wollen Servus sagen. Aber nicht leise - sondern laut! Nicht gesagt - sondern gesungen!  

Mit Richards Weggang endet eine Ära, nicht nur für den Frohsinn, sondern für ganz Jockgrim. 38 Jahre hat er uns begleitet und geprägt, dabei erreichte und bereicherte er nicht nur den Chor musikalisch, sondern auch viele weitere Menschen. Bei unzähligen Konzerten hat er den Sängern wie Zuhörern Freude bereitet, mit den Chören des Frohsinns zahlreiche Preisen nach Jockgrim geholt und auch an Fasenacht Jahr für Jahr für Stimmung gesorgt. Nicht zuletzt hat er mit musikalischen Großereignissen wie der „Carmina Burana“ oder dem „Fest der Lieder“ Veranstaltungen nach Jockgrim gebracht, wie es sie zuvor nicht gab - und damit viele Menschen kulturell geprägt. 

Zwischen all dem Gesang, den Pokalen, den gefüllten Hallen und den leider doch immer kleiner werdenden Sängerzahlen ist eines geblieben- etwas, das auch seine Chorleitertätigkeit noch lange überdauern wird: eine tiefe Verbundenheit und Freundschaft. Wenn Richard sich dieses Jahr verabschiedet, sagen wir nicht Lebwohl zu einem langjährigen Chorleiter und Musiker - wir sagen Danke und Servus zu einem guten Freund. 

Der MGV Frohsinn Jockgrim lädt Sie alle recht herzlich ein, gemeinsam mit uns Servus zu sagen: am 06.06.2026 im Bürgerhaus in Jockgrim bei einem fulminanten letzten Konzert. Das Programm ist ein Sammelsurium an Liedern aus der Zeit seiner Chorleitertätigkeit - genau die Stücke, die den Chor und Richard am meisten miteinander verbinden. Begleiten Sie uns durch einen Abend voller musikalischer Höhepunkte und Erinnerungen. Lassen Sie uns gemeinsam die Ära Richard Trares und diese einzigartige Freundschaft gebührend feiern

  • Einlass: 19:00
  • Beginn: 20:00
  • Eintritt frei (Spenden erbeten)

 

Klangvolle Vielfalt in St. Dionysius

Kirchenkonzert mit dem Vocalconsort aus Kirrlach
Der Vocalconsort aus Kirrlach mit der Solistin Yuki Nakashima

 

Kirchenkonzert des MGV Frohsinn Jockgrim begeistert mit drei Chören und Solistin Yuki Nakashima

Am Sonntag, den 9. November 2025, fand in der Kirche St. Dionysius in Jockgrim ein festliches Kirchenkonzert statt, das trotz des unbeheizten Kirchenraums zahlreiche Besucherinnen und Besucher anzog. Unter der charmanten Moderation von Jutta Welker-Habitzreuther erlebte das Publikum einen musikalisch wie emotional eindrucksvollen Abend mit drei Chören und einer herausragenden Solistin.

Den Auftakt gestaltete der Gastchor Vocalconsort Kirrlach, ehe die Chöre des MGV Frohsinn Jockgrim unter der Leitung von Richard Trares ihr Können präsentierten.

Der Männerchor überzeugte mit eindrucksvoller Klangfülle und stilistischer Vielfalt. In Cristo risusciti von Gianni Malatesta wurde die österliche Freude über die Auferstehung Christi spürbar; Peccantem me quotidie von Vytautas Miškinis führte in die innere Einkehr und Buße, während Miserere von Piotr Janczak eindringlich um Barmherzigkeit bat. Im Lobgesang der Engel von Pawel Tschesnokow verschmolzen die tiefen Basslinien russischer Chormusik mit dem strahlenden Sopran von Yuki Nakashima, die mit großer Ausdruckskraft glänzte.

Der Frauenchor des Frohsinn brachte mit Salve Regina von Javier Busto und dem Ave Maria von Luigi Cherubini zwei berührende Mariengebete zu Gehör – Musik zwischen Schmerz und Trost, Hoffnung und Zuversicht. Auch hier begeisterte Yuki Nakashima mit ihrem klaren, warmen Sopran.

Der gemischte Chor des MGV Frohsinn setzte mit Gloria Deo von Jay Althouse einen energiegeladenen Akzent, fand in Ubi Caritas von Audrey Snyder zu inniger Andacht und ließ in The Ground von Ola Gjeilo mit modernen Harmonien und tiefem Klanggefühl sakrale Ruhe entstehen.

Das Vocalconsort Kirrlach führte das Konzert mit modernen Werken fort, darunter Veni Jesu von Luigi Cherubini, When the Lord says “Come!” von David Pool und Soon ah will be done von William L. Dawson, die alle mit rhythmischer Präzision und feiner Dynamik überzeugten.

Zum Abschluss erklangen noch einmal der gemischte Chor mit populären Bearbeitungen: Scarborough Fair von Paul Smith, You’ll Never Walk Alone von Richard Rodgers und This Little Light of Mine von Neil A. Johnson, bei dem die Solistinnen Barbara Jonderko und Julia Münz das Publikum zum begeisterten Mitklatschen animierten.

Den festlichen Schlusspunkt setzte das von allen Chören gemeinsam gesungene Agnus Dei von Georges Bizet – ein wahrhaft fulminantes Finale, das in der Kirche St. Dionysius noch lange nachklang.

Der MGV Frohsinn Jockgrim dankt allen Zuhörerinnen und Zuhörern, die trotz der kühlen Temperaturen so zahlreich erschienen sind und den Verein mit ihrer Spende unterstützt haben.